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Chimehours: Underneath the Earth (Review)
| Artist: | Chimehours |
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| Album: | Underneath the Earth |
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| Medium: | CD/LP/Download | |
| Stil: | Dark-Folk, Dream-Pop |
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| Label: | Cold Spring | |
| Spieldauer: | 36:11 | |
| Erschienen: | 24.10.2025 | |
| Website: | [Link] |
CHIMEHOURS vertonen Grabesmusik in der Ästhetik von verträumtem Pop und würzen mit dunklem Folk nach. Dabei trifft Ambient-affine Kammermusik auf eine sanfte, ätherische Frauenstimme, die sich als vermeintliche Lichtgestalt den Weg durch das mantrische Dickicht der Musik bahnt.
Bands wie DARKHER kommen einem als Referenz in den Sinn, wenn auch CHIMEHOURS den Doom-Faktor vollends außen vor lassen und sich stattdessen auf poppige Leichtigkeit, als Gegenpol zur ästhetischen Schwere verlassen.
Hinzu kommt ein stetig präsenter, mal an- und abschwellender Klangteppich aus dem Drone-Repertoire, der mal deutlicher in den Vordergrund rückt („Toothwort Took Him“) und an anderer Stelle eher verträumtem Akustik-Folk Platz schafft („Greentree“).
Dabei wirkt die Musik stets fragil und intim, wobei die Ruhe doch immer auch ein wenig trügt. Denn unter der sanften Oberfläche akustisch-meditativer Stücke wie „Making A Mountain“ brodelt eine unbehagliche Ungewissheit, die jenem Gefühl gleicht, das ein nächtlicher Waldspaziergang nach dem Konsum einer entsprechenden H.P. Lovecraft-, oder Gabriel-Burns-Geschichte nach sich zieht.
Zugleich wohnt der Musik eine faszinierende Ruhe, fast märchenhafte Schönheit inne, die in Stücken wie „Dead Papa Toothwort“ nicht einer gewissen Ironie entbehrt, ohne dass die sanfte Kraft der Musik flöten gehen würde.
FAZIT: Mit „Underneath the Earth“ drängen sich CHIMEHOURS dem Hörer mitnichten auf, liefern aber dennoch ein kraftvolles Album düster-faszinierender Folk-Musik ab. Manche Kreuzung mit verträumten Pop-Melodien sorgt für lichte Momente in der meditativen Düsternis, welche es schafft, die raue Ästhetik urwüchsiger Natur mit der Faszination von Märchen und Fabeln zu verbinden, ohne in der Kitsch-Kiste verloren zu gehen.
- 1-3 Punkte: Grottenschlecht - Finger weg
- 4-6 Punkte: Streckenweise anhörbar, Kaufempfehlung nur für eingefleischte Fans
- 7-9 Punkte: Einige Lichtblicke, eher überdurchschnittlich, das gewisse Etwas fehlt
- 10-12 Punkte: Wirklich gutes Album, es gibt keine großen Kritikpunkte
- 13-14 Punkte: Einmalig gutes Album mit Zeug zum Klassiker, ragt deutlich aus der Masse
- 15 Punkte: Absolutes Meisterwerk - so was gibt´s höchstens einmal im Jahr
- Branches
- Underneath The Earth
- Toothwort Took Him
- Greentree
- Making A Mountain
- Dead Papa Toothwort
- Bowerbird
- Run
- Look For Me
- Can't Find Your Way
- We Follow
- Say Your Prayers
- Dead Papa Toothwort (Decayed)
- Underneath the Earth (2025) - 13/15 Punkten
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